2008-07-14 05h08 News - tragischer Tod im Tierpark

Falsch verstandene Tierliebe und Unvernunft war die Ursache dafür, dass der Stammvater der Tauernschecken-Zuchtgruppe im Tierpark qualvoll verendete.

Trotz mehrfach aufgestellter Verbotsschilder muss immer wieder festgestellt werden, dass vereinzelte Besucher die Tiere füttern und sie auf diese Weise in Lebensgefahr bringen.

Damit die Tiere unter den vorhandenen Haltungsbedingungen im Tierpark gesund erhalten werden, sind für alle Tierarten spezielle Futterpläne aufgestellt worden, die strikt eingehalten werden müssen. Auf Grund der verschiedenen tierartspezifischen Bau- und Funktionsweisen der Verdauungsorgane der einzelnen Tierarten und des im Verhältnis zur freien Wildbahn erheblich reduzierten Energiebedarfes führen zusätzliche und somit unkontrollierte Fütterungen regelmäßig zu Vergiftungserscheinungen, die wie im aktuellen Fall zum vollständigen Zusammenbruch des Stoffwechsels führen und selbst bei sofort eingeleiteter tierärztlicher Behandlung oftmals tödlich enden.

Bei den hier betroffenen Tauernschecken handelt es sich um eine sehr alte und seltene Haustierrasse, die in unserem Tierpark als Zuchtgruppe erfolgreich vermehrt und deren Nachzucht zur Bildung bzw. Blutauffrischung neuer Zuchtgruppen an andere Züchter weitergegeben werden konnte.

Neben dem reinen materiellen Verlust ist insbesondere der unwiederbringliche Verlust von seltenem biologischem „Kulturgut“ zu sehen.

Aus diesem Grunde werden alle Besucher des Tierparkes aus gegebenem Anlass gebeten, im Interesse der Gesundheit der Tiere, die Einhaltung des Fütterungsverbotes durchzusetzen und bei dessen Umsetzung aktiv mitzuwirken und Verstöße unverzüglich bei Tierparkpersonal zu melden.