2010-11-18 Events - Ausstellung

Porzellanteller: Finnaland Arabia 1978Porzellanteller: Königszeit 1984 Geburt Christi

Was
“Weihnachten auf weißem Gold - Sammlung Kohlschmidt, Cottbus”
Geschichte
Das Sammeln von Porzellan ist in Europa über 300 Jahre alt. Wurden im 18. Jh. Figuren und Vasen zu adliger Repräsentation gesammelt, waren es im 19. Jh. vor allem Tassen, die vermehrt in bürgerliche Kreise Eingang fanden. Ende des 19. Jh. wurden Teller als Träger von Bildern und Botschaften entdeckt. Daraus entstand auch als neues Geschäftsfeld der Weihnachtsteller, jedes Jahr mit Jahreszahl und einem passenden Motiv dekoriert, lockte er die Käufer immer wieder aufs Neue zum Kauf an.
Der genialen Einfall entstand in der dänischen Porzellanfabrik von Bing & Gröndahl. Dort wurde 1895 der erste Weihnachtsteller der Welt hergestellt. Daraus entstand eine Serie, die bis in die Gegenwart weitergeführt wird. Die Konkurrenz schlief natürlich nicht, als nächste übernahm Royal Kopenhagen die Idee. In kurzer Zeit folgten Porzellanmanufakturen in ganz Europa. Die große Zeit der Porzellan – Weihnachtsteller waren die Jahre zwischen 1970 und 1990. Berühmte Designer, wie Wiinblad, Versace oder auch Dali lieferten Entwürfe. Ob diese künstlerisch wertvoller sind als Bradford-Bären oder Diddl-Mäuse, die natürlich auch die Weihnachtsteller eroberten, mag jeder selbst entscheiden.
MATERIAL UND TECHNIK
Das am meistens verwendete Material für Weihnachtsteller ist das Porzellan, aber von Anfang an wurde auch das billigere Steingut benutzt. Die Motive wurden in den unterschiedlichsten Techniken auf die Teller gebracht, meistens gespritzt oder gedruckt, aber auch handgemalt. Sehr selten findet man die Keramikarten Steinzeug oder Fayence.
Am häufigsten und bis in die Gegenwart weit verbreitet ist die Verwendung des Kobaltblau, suggerieren doch Blau und Weiß die Winterkälte. Pastellfarben in Unterglasurtechnik waren von 1910 bis 1940 beliebt.
Weihnachtsteller aus Zinn, Kupfer oder Holz treten nur vereinzelt auf.
Der Werkstoff Glas wurde zunächst nur für hoch wertvolle Einzelstücke eingesetzt, die Motive wurden entweder gemalt oder graviert. Seit der Mitte des 20. Jh. wurde Weihnachtsteller auch in der billigen Pressglas-Technik produziert. In den 1970er und 8oer Jahren entstanden künstlerisch bedeutsame, üppig dekorierte Glasteller besonders bei der ROSENTHAL AG und bei der SCHOTT-ZWIESEL AG.
Wann
vom 18. November 2010 bis 28. Februar 2011
Öffnungszeiten: Die -Do und So 14-17 Uhr, Fr 10-13 Uhr
20.-31.12.2010 geschlossen , 1.1.2011 14-17 Uhr geöffnet
Eröffnung am 18.11.2010, 17 Uhr
Wo
Museum “Im Mühlentor” Grimmen
Wieviel
Eröffnung frei
sonst übliche Eintrittspreise
Wer
Frau Dr. Fukarek, Tel.: (038326) 47265 oder 2261