2012-11-08 06h00 News - Kunst und Kultur

Die Wäscherin Hermine an der Trebelbrücke in der Mühlenstraße wurde von Gisela Krüger geschaffen.

Grimmen eine Kunst- und Kulturstadt

Es ist kein Geheimnis, dass Grimmen den Ruf einer kleinen, feinen und vor allen Dingen sauberen Stadt genießt.

In dem 725 Jahre alten Ort gibt es eine funktionierende Infrastruktur, einen gut aufgestellten Mittelstand, ausgewogene Kulturangebote und seit einigen Jahren immer mehr Kunstobjekte.

Gleich hinter dem Greifswalder Tor werden Einheimische und Besucher vom letzten Straßenfeger der Stadt – der Bronzestatue „Otto Pingel“ begrüßt. An der Trebel lächelt „Waschfrau Hermine“ zufrieden in Richtung Stadtzentrum und am Museum erinnert ein Bronzerelief an den Einzug napoleonischer Truppen. Insgesamt gibt es in Grimmen 14 Kunstobjekte aus Bronze, Holz und Keramik sowie das Kunstprojekt „Land der Riesen“.

Einen Großteil der Bronzefiguren, wie den „Erdöler“ oder „Hermine“ schuf die Grimmener Künstlerin Gisela Krüger.

Seit einigen Wochen bereichert im Park in der Nähe des Schwanenteichs die Holzskulptur „Vögel auf einem Baum“ das Kunstensemble der Stadt.

Schon zu Beginn des Jahres fertigte der vorpommersche Holzbildhauer Raik Vicent eine Skulptur für die Freifläche vor der Bushaltestelle in Grimmen-Südwest.

Die meisten Kunstobjekte, wie die Bronzestatuen und das Glockenspiel im Grimmener Rathausturm, wurden durch Bürgermeister Benno Rüster auf den Weg gebracht und von einheimischen Firmen finanziert.

Wie Benno Rüster sagt, sind weitere Kunstprojekte geplant. „Eine Stadt ohne Kunst und Kultur ist eine tote Stadt. Es erfüllt mich mit Freude, dass sich im Laufe der Zeit so viele Unternehmen und Einwohner mit den Skulpturen, Statuen und Reliefs identifizieren“, so der Bürgermeister.

Grimmen setzt aber auch auf Kultur. Das Repertoire reicht von Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, Kabarettprogrammen bis hin zu Tanz- und Volksmusikabenden. Im oder vor dem Kulturhaus „Treffpunkt Europas“ standen bereits Roland Kaiser, Andrea Berg, Michael Wendler, Cora, Bad Boys Blue, Silent Circle, Karat, Die Randfichten, Andreas Martin, Andrea Jürgens, Olaf Henning oder Karussell auf der Bühne. Unvergessen bleibt die Lesung mit Jürgen von der Lippe, der einmal mehr unter Beweis stellte, dass er zu den ganz großen Entertainern in Deutschland zählt. Bis Ende Oktober sind im Kulturhaus „Treffpunkt Europas“ über 21.000 Besucher bei 240 Veranstaltungen und Vereinsterminen gezählt worden. Pro Jahr veranstaltet die Stadt 6 große Feste. Ob Schlachtefest, Kinder-oder Maibaumfest – in Grimmen ist für jeden Geschmack und jede Altersgruppe etwas dabei.

Im kommenden Jahr soll es zum ersten Mal ein großes Parkfest geben.