2013-02-11 14h47 News - Friedhofsgebühren

Friedho

Überarbeitete Friedhofssatzung

Sterben ist in Mecklenburg-Vorpommern teurer geworden. Dieser Trend macht auch um Grimmen keinen Bogen.

Laut einer Studie der Gesellschaft für Bestattungen und Vorsorge stiegen die kommunalen Friedhofsgebühren im letzten Jahr bundesweit um bis zu 140 Prozent. Als Ursachen wurden gestiegene Kosten und neue Bestattungsformen, wie die Seebestattung, anonyme Urnenfelder oder Beisetzungen in einem Friedwald genannt.

Durch die Stadt Grimmen werden zwei Friedhöfe bewirtschaftet. Während auf dem alten Friedhof seit einigen Jahren nur noch Urnen beigesetzt werden, bietet der Zentralfriedhof auch Platz für Erdbestattungen. Die für beide Friedhöfe geltende Satzung aus dem Jahr 2002 wurde nun berarbeitet und den tatsächlich anfallenden Kosten angepasst.

So fallen zukünftig für die Nutzung der Feierhalle 144,00 Euro statt 105,00 Euro an. Während die Kosten für die Bestattung in einer Urnengemeinschaftsanlage von einst 115,00 auf 108,00 Euro gesunken sind, müssen Hinterbliebene für eine traditionelle Urnenbeisetzung 20 Euro mehr bezahlen. Die Kosten betragen jetzt 163,00 Euro. Am drastischsten fällt die Gebührenanpassung bei der Erdbestattung in einem Reihengrab aus. Hier sind die Kosten von 422,00 Euro auf 1053,00 Euro gestiegen. Nach Auskunft der Stadtverwaltung gab es im vergangenen Jahr allerdings nur noch 8 Erdbestattungen. Etwa 200 Verstorbene wurden in Urnen beigesetzt. Die häufigste Bestattungsart in Grimmen ist die anonyme Urnenbeisetzung. Es gibt aber auch ein Quartier für Urnenbeisetzungen, in dem ein kleines Namensschild an den Verstorbenen erinnert.

Für das Ausheben des Grabes und die Grabpflege fallen ebenfalls Gebühren an. So kostet eine Erdbestattung in der Gemeinschaftsanlage für eine Ruhezeit von 25 Jahren einmalig 2075,00 Euro. Für eine Urnengemeinschaftsanlage fallen für 20 Jahre einmalig 266,00 Euro an.