2013-03-01 06h37 News - Vogel des Jahres

Federzeichnung einer Bekassine von G. Einstein

Wo steckt die Bekassine?

Mit der Wahl der Bekassine zum „Vogel des Jahres“ können wir ihre Brutvorkommen bundesweit genauer untersuchen. Wo befinden sich die Verbreitungsschwerpunkte? Wo ist die Bekassine selten geworden, und wo haben Schutzmaßnahmen zum Erfolg geführt? Um dies beantworten zu können, muss man aber wissen, wo die Art aktuell vorkommt und wie die Lebensräume aussehen.

Die Bekassine brütet in im Feuchtgrünland sowie in Hoch- und Niedermooren. Aber nicht jedes Feuchtgebiet ist geeignet. Sie bevorzugt solche ohne oder mit nur wenigen Bäumen, sehr feuchtem Untergrund, Schlammflächen und einer Vegetation aus hohen Seggen, Binsen und lückigem Röhricht, die Deckung bietet. Dort können die Altvögel nach Nahrung stochern und die Küken nach kleinen Insekten jagen. Bekassinen meiden verbuschte Feuchtgebiete, Siedlungsbereiche oder Wälder. Auf Intensiv-Grünland rasten sie nur während des Zuges. Einen geeigneten Brutplatz finden Bekassinen hier aber nicht.

Mithelfen beim Beobachten
Achten Sie von öffentlichen Wegen und Straßen aus zwischen Mitte April und Ende Mai auf Bekassinen. Typisch sind z.B. der meckernde Balzflug, die Erregungsrufe am Boden und im Flug, das Warnen und Sichern. Alle wichtigen Kennzeichen der Bekassine finden Sie in jedem guten Bestimmungsbuch. Auf www.vogel-des-jahres.de können Sie sich die Rufe und Balzlaute anhören. Gern stehen Ihnen bei allen Fragen rund um die Mithilfe zur Seite. Senden Sie Ihre Ergebnisse an das

Michael-Otto-Institut im NABU
z.Hd. Heike Jeromin
Goosstroot 1
24861 Bergenhusen

Logo des NABU Bekassinen sind ganzjährig bei uns anzutreffen. Die meisten gibt es während der Zugzeiten, wenn die Brutvögel Nord- und Osteuropas auf dem Weg in oder von ihren Überwinterungsgebieten bei uns rasten. Die große Aufmerksamkeit für die Bekassine als Jahresvogel 2013 wollen wir gemeinsam mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) nutzen, um unsere Kenntnis auch außerhalb der Brutzeit zu verbessern. Wir bitten Sie deshalb, jeden Bekassinen-Nachweis über das Internet-Portal www.ornitho.de zu melden! Falls Sie die Bekassinen nicht genau zählen konnten, genügen Schätzungen oder Mindestwerte. Wir freuen uns auch über Daten aus früheren Jahren, um den Bestandstrend rückwirkend darstellen zu können. Vielen Dank!

Auf der Startseite von www.ornitho.de steht seit Januar an eine Karte mit den Nachweisen der Bekassine im Jahr 2013 zur Verfügung. So können Sie neben Ihren Beobachtungen auch die aller anderen einsehen und mitverfolgen, wie sich das Bild immer mehr vervollständigt.

NABU / R. Schmidt