2014-01-02 07h31 News - Stunde der Wintervögel

Buntspecht Foto: F.Derer

Wer kommt ans Futterhaus?

Vierte bundesweite Stunde der Wintervögel vom 3. bis 6. Januar 2014

Alle reden über das Wetter – der NABU natürlich auch. Ein Wintertag mit Schnee und Sonne macht einfach mehr Freude als ein grauer, regnerischer. Unseren heimischen Vögeln ist es vergleichsweise einerlei, ob sich nun der Himmel gar nicht, halb oder komplett in Wolken zeigt. Erfreulicherweise lassen sich auch die meisten Vogelfreunde bei Schmuddelwetter nicht von ihrem Interesse an den gefiederten Gartenbesuchern abhalten. Die enorme Zahl von mehr als 93.000 Teilnehmern bei der letzen „Stunde der Wintervögel“ zeigt das eindrucksvoll. Am Wochenende vom 3. bis 6. Januar ruft der NABU erneut zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Zum vierten Mal gilt es, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Wer bereits in den Vorjahren mitgemacht hat, darf gern wieder dabei sein und ruhig auch noch ein paar Verwandte, Bekannte oder Nachbarn zur Teilnahme ermuntern. Je mehr Menschen bei dieser Forschung von und für Jedermann ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Anders als bei der Bekassine 2013 lohnt sich 2014 auch ein gesonderter Blick auf den Vogel des Jahres. Der Grünspecht bleibt nämlich im Winter hier und ist dann regelmäßig auch in Gärten und Parks zu finden. Bei der letzten Aktion wurde er immerhin in sieben Prozent der Gärten gesichtet und landete damit nur knapp hinter Stieglitz, Bergfink und Heckenbraunelle. Übersehen lässt sich der farbenprächtige und taubengroße Grünspecht kaum. Er wird aber nur ausnahmsweise ans Futterhäuschen kommen, denn als Ameisenspezialist sucht er eher auf dem Boden nach Nahrung.

Doppelzählungen vermeiden

Gezählt werden kann in einer beliebigen Stunde. Dabei wird von jeder Art die höchste Zahl notiert, die sich gleichzeitig beobachten ließ. Das vermeidet Doppelzählungen. Übrigens gelten auch Vögel, die sich im Garten nicht niederlassen, sondern ihn nur überfliegen. Begleiten lassen kann man sich von Zähl- und Bestimmungshilfen unter www.stundederwintervoegel.de . Hier gibt es auch Steckbriefe der häufigsten Arten und Tipps zur winterlichen Vogelhilfe. Direkt nach der Eingabe werden die Daten auf interaktiven Karten online dargestellt. Auch die Vorjahresresultate sind so abrufbar und können verglichen werden. Für den Austausch der Vogelfreunde untereinander gibt es die Seite www.facebook.com/Vogelfreund, die inzwischen schon 17.000 Fans zählt.

Am besten online melden

Die Beobachtungen können an den NABU per Post mit diesem Meldebogen [1] oder einfach online unter www.stundederwintervoegel.de gemeldet werden. Am 4. und 5. Januar ist außerdem von 10 bis 18 Uhr unter 0800-1157-115 wieder eine kostenlose Telefonnummer geschaltet. Meldeschluss ist der 14. Januar 2014. Unter allen Teilnehmern werden zahlreiche Preise ausgelost, für die Online-Teilnehmer stehen zusätzlich Handyklingeltöne von zur Verfügung.

NABU / H. May

Kontakt
Ulf Bähker
NABU Mecklenburg-Vorpommern
Arsenalstr. 2
19053 Schwerin
Tel.: 0385/2003609

oder

NABU-Kreisgeschäftsstelle NVP
Bahnhofstr. 2
18356 Barth
Tel.: 038231/77793