2015-03-17 News - NABU - Ausgleichsflächenkontrolleure gesucht

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Entschädigung für die Natur – Mithelfer gesucht

NABU/Barth In den vergangenen 25 Jahren wurden im Landkreis Nordvorpommern viele wichtige Bauvorhaben realisiert. Straßen, Einkaufszentren und vieles mehr entstanden. Dabei ging jedoch immer auch ein Stück Natur verloren. Nach dem Naturschutzrecht war dafür ein Flächenausgleich zu erbringen. Meist wurden Flächen bepflanzt und der natürlichen Entwicklung überlassen. Damit kann die durch den Eingriff verursachte Naturzerstörung wieder gut gemacht werden. Um zu überprüfen, wie gut sich diese Ausgleichsflächen entwickeln, sollten sie regelmäßig aufgesucht werden. Der Naturschutzbund (NABU) in Nordvorpommern besichtigte im Jahr 2014 die größeren dieser Flächen, darunter auch die der Stadt Grimmen gelegenen. Das geschah im Rahmen eines Projekts aus Erträgen der Umweltlotterie BINGO! Wunderschöne Natur und sich gut entwickelnde Pflanzungen waren dabei die Haupteindrücke. Aber es gab vereinzelt auch Schuttablagerungen, kaputte Zäune oder Zerstörungen durch Fahrzeuge. Es ist daher dringend notwendig, die Ausgleichsflächen regelmäßig zu beobachten. Alle Erkenntnisse werden über den NABU auch der Unteren Naturschutzbehörde mitgeteilt, die dann die notwendigen Maßnahmen veranlassen kann. In der Stadt Grimmen sucht der NABU Nordvorpommern nun weitere Helfer für die Aufgabe, sich derartige Flächen anzuschauen und deren Entwicklung zu verfolgen. Einen ersten gemeinsamen Flächenbesuch, Kartenmaterial und weitere Informationen bietet der NABU an. NABU - Weißdornblüten Im Bereich der Stadt Grimmen liegen folgende größere Ausgleichsflächen:

  1. Grimmen
    Heckenpflanzung (15 m breit) um die Stockcar-Anlage sowie freie Naturentwicklung zwischen Poggendorfer Trebel und Stockcaranlage (Nr. 1210)
  2. Jessin
    Feldhecke westlich der Ortslage (Nr. 0054)

Wer sich vorstellen kann, wenigstens einmal jährlich eine dieser Flächen aufzusuchen und ihre Entwicklung zu verfolgen, kann sich für genauere Informationen gern an Anette Lukesch wenden (Mobil-Nummer 0173 493 1059). Auch über eine e-Mail an die NABU-Kreisgeschäftsstelle (Adresse info@nabu-nvp.de) mit dem Vermerk „Ausgleichsflächen“ würden wir uns freuen.

Anette Lukesch, Barth