2017-10-10 Anzeigen - Schöffenwahl 2018

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Stadt Grimmen
Der Bürgermeister

Schöffenwahl 2018

Die Stadt Grimmen sucht für die Amtszeit von 2019 bis 2023 insgesamt acht Frauen und Männer, die am Amtsgericht Stralsund und Landgericht Stralsund als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Erwachsenenstrafsachen teilnehmen. Die Stadtvertretung der Stadt Grimmen soll doppelt so viele Kandidaten vorschlagen, wie an Schöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.

Für das Schöffenamt kann sich bewerben, wer in Grimmen oder einem der Ortsteile wohnt, wer am 01.01.2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein wird und wer deutscher Staatsangehöriger ist und die deutsche Sprache ausreichend beherrscht.

Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen.

Ebenso ist ausgeschlossen, wer in Vermögensverfall geraten ist.

Schöffen sollen über soziale Kompetenz verfügen, dialog- und kommunikationsfähig sein. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Diese können aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde.

Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden.

Schöffen müssen Beweise würdigen können, d.h. sie müssen aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden die Wahrscheinlichkeit ableiten können, dass sich ein bestimmtes Geschehen so ereignet hat oder nicht. Es wird Mut zum Richten über Menschen sowie Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen erwartet. Schöffen verfügen über Gerechtigkeitssinn sowie über Standfestigkeit und Flexibilität im Vertreten der eigenen Meinung.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Unvoreingenommenheit – auch in schwierigen Situationen –, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

Weitere Informationen zur Schöffenwahl und zum Amt des Schöffen finden Sie auf www.schoeffenwahl.de sowie auf www.grimmen.de.

Interessenten bewerben sich bis zum 31. Januar 2018 bei

Stadt Grimmen
Der Bürgermeister
Markt 1
18507 Grimmen

Für Ihre Bewerbung benutzen Sie bitte das Bewerbungsformular:

Interessenten für das Amt der Jugendschöffinnen/Jugendschöffen benutzen bitte folgendes Bewerbungsformular:

(Die Stadt Grimmen erfasst die Bewerbungen der interessierten Grimmener und leitet diese mit der Bitte um Aufnahme in die Vorschlagsliste für die Wahl der Jugendschöffinnen und Jugendschöffen an den Jugendhilfeausschuss des Landkreises weiter.)

Ihre Fragen zur Schöffenwahl beantwortet:

Frau Irene Schmiedel
Raum E, Dachgeschoss, Markt 10 (Eingang Sundische Straße)
Tel.: 038326/47229
E-Mail: irene_schmiedel@grimmen.de