Osterholz-Scharmbeck

Osterholz-Scharmbeck

Flagge Deutschlands Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsenseit 27. März 1990 Partnerstadt von Grimmen Wappen von Osterholz-Scharmbeck

Osterholz Scharmbeck, 20 km nordöstlich von Bremen gelegen - Sitz des Landkreises Osterholz - ist eine typische niedersächsische Kreisstadt von großer Vielfalt. Obzwar seit der Steinzeit Siedlungsgebiet, stammen die ersten urkundlichen Nachweise über einen Teil der jetzigen Stadt, nämlich Scharmbeck, erst aus dem Jahre 1043 (“Scirnbeci”), 1993 wurde daher 950jähriges Jubiläum gefeiert.

Die Urzelle des heutigen Osterholz war das 1182 gegründete Benediktinerinnenkloster, welches bis 1650 bestand. Danach war Osterholz mehr als 30 Jahre eine eigene kleine schwedische Residenz und wurde in erster Linie ein Verwaltungsort. Demgegenüberentwickelte sich Scharmbeck zum Mittelpunkt des Handwerks, Gewerbes und Handels; der seit 1692 abgehaltene Scharmbecker Markt trug noch viele Jahrzehnte zur Belebung bei, und als “Scharmbecker Herbstmarkt” ist er noch heute ein Begriff für die Bevölkerung des unteren Weserraumes.

Beide Gemeinden entwickeln sich auch während der Zugehörigkeit zum Königreich Hannover im 18. und 19. Jahrhundert sehr gut und wuchsen immer mehr zusammen. Der Zusammenschluss beider bis dahin selbständigen Orte erfolgte 1927 unter Einschluss umliegender Landgemeinden. Am 25. Oktober 1929 verlieh das Preußische Staatsministerium der Gemeinde Osterholz-Scharmbeck die Stadtrechte.

Nach Zuwachs in den 30er Jahren wurde 1974 das Stadtgebiet abermals vergrößert durch die Gemeinden Freißenbüttel (teilweise), Garstedt, Heilshorn, Hülseberg, Ohlenstedt, Pennigbüttel, Sandhausen, Scharmbeckstotel und Teufelsmoor. Das Stadtgebiet hat seitdem eine Fläche von 147 km² und inzwischen über 28.000 Einwohner.

1978 bis 1992 war neben der umfassenden Stadtkernsanierung die Stationierung einer US-Brigade und der Neubau einer großen Kasernenanlage in der Ortschaft Garlstedt bestimmend. Im Stadtmittebereich wurden über 1000 Soldatendienstwohnungen gebaut, die nunmehr zivil genutzt werden.

Die Wirtschaftsstruktur wird vom Dienstleistungsbereich bestimmt. Weitere Wirtschaftszweige sind: Fahrzeugbau, Hoch- und Tiefbau, Druckereigewerbe, Metall- und Holzverarbeitung, Leichtmetallbau, Maschinenbau, Kunststoffverarbeitung und Möbelhandel.

Landschaftlich reizvolle Außenbezirke dienen vielen Menschen des Landkreises Osterholz und auch “den Bremern” als Naherholungsgebiet. Erholung und Entspannung finden Naturfreunde zwischen den welligen Geesthügeln, auf den Heideflächen, den Niederungen der Hammewiesen und auch in der Weite des Teufelsmoores. Die Campingplätze, das Allwetterbad und viele Sportmöglichkeiten bis hin zum Segeln, Rudern, Golf- und Flursport erweitern das Freizeitangebot.

Eine kulturhistorische Stätte ist das Gut Sandbeck, ein aus dem Jahre 1575 stammendes Gutshaus im Stil der Weser-Renaissance.

Heute ist es städtischer Kulturmittelpunkt für vielfältige Veranstaltungen, Kunstausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und Vorträge.

Lage, Infrastruktur und darauf beruhender hoher Wohn- und Freizeitwert machen somit Osterholz-Scharmbeck nicht nur zur heutigen “freundlichen Gartenstadt am Teufelsmoor”, sondern die Stadt auch für Handel, Gewerbe und Industrie zu einem empfehlenswerten Standort. Zugleich sieht sie damit weiterer Entwicklung entgegen, getreu ihrem - auch für die seit dem 27. März 1990 bestehende Partnerschaft mit der Stadt Grimmen geltenden - Motto und Ziel: “Osterholz-Scharmbeck …. offen und sympathisch !”