| Struktur der Einrichtung | ||
|---|---|---|
| Krippenkinder | = | 12 Plätze |
| Kindergartenkinder | = | 34 Plätze |
| Hortkinder | = | 97 Plätze (Außenstelle Grundschule F.-W.-Wander) |
Die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ befindet sich direkt in Grimmen im Wohngebiet der Tribseeser Vorstadt, verfügt über 4 Gruppenräume, eine Garderobe, Flure und Waschräume, die so gestaltet sind, dass die Kinder verschiedenen Aktivitäten nachgehen können. Der Außenbereich unserer Einrichtung bietet vielfältige Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten.
Die „Villa Kunterbunt” ist eine Kindertagesstätte, in der Krippen- und Kindergartenkinder betreut werden. Eine Hortbetreuung gehört ebenfalls zum Angebot. Seit Sommer 2003 ist sie in eine Außenstelle gewechselt und befindet sich auf dem Gelände der Grundschule „F.-W.-Wander”. „Villa Kunterbunt” ist klein und familiär. Das Erzieherteam bestehend aus pädagogisch ausgebildeten Fachkräften hat sich zum Ziel gesetzt, auf Wünsche und Interessen der Kinder und Eltern einzugehen. Zum Vorteil für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ist die Arbeit in kleinen Gruppen. Die Art und Weise der Arbeit trägt in der Krippengruppe und jüngsten Kindergartengruppe konventionellen Charakter. Vorrang hat, den Kindern Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Sie erhalten die Möglichkeit, wichtige Beziehungen zu Bezugspersonen und Kindern aus der Gruppe aufzubauen. Mit den Vorschulkindern wird halboffen gearbeitet, das heißt sie haben für Angebote immer noch ihre Räume und Bezugspersonen, können aber für weitere Aktivitäten alle anderen Räumlichkeiten der Einrichtung nutzen. In der „Villa Kunterbunt“ gibt es Angebote für das soziale Lernen, für die vorschulische Förderung und vor allem unterstützende Elternarbeit. Der pädagogische Ansatz liegt im direkten Bezug zur Erfahrungswelt der Kinder, das heißt sie sammeln Erfahrungen durch Handlungsaktivitäten und erhalten über viele Handlungsprozesse Antworten auf ihre Fragen. Die Kinder bilden sich durch ihre eigenen Aktivitäten selbst, konstruieren ihr Wissen über die Bedeutung der Dinge, indem sie handeln. Dazu benötigen die Kinder ein verständiges Erzieherumfeld, das es versteht, ihnen die Freude und den Spaß am Entdecken und Erkunden zu erhalten.
„Es existiert nichts im Sinn, was nicht vorher in den Sinnen war.“ (lat. Weisheit)
Bevor Kinder lernen können bestimmte Sachverhalte und Beziehungen in ihrer sozialen Umwelt zu verstehen, müssen sie die Möglichkeit haben sich selbst und diese Sachverhalte mit all ihren Sinnen zu erleben. Diese Wahrnehmungseindrücke müssen sie mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten und in ihrer eigenen Geschwindigkeit ordnen. Diese Möglichkeit wird Kindern in unserer Zeit viel zu oft genommen. Durch die Verarmung der Sinne entstehen Schwierigkeiten, sich in der Umwelt zu orientieren und sie zu verstehen. Es konzentriert sich vieles nur noch auf das Sehen. Alle anderen sehr wichtigen Sinne werden vernachlässigt. Durch vielfältige, motivierende Angebote ermöglichen wir den Kindern ihre Sinne zu wecken, zu entdecken und zu fördern.
Kinder balancieren beispielsweise über einen Baumstamm. Um darauf gehen zu können, müssen sie - über den Gleichgewichtssinn hinaus - Informationen von vielen anderen Sinnen aufnehmen: Die im Körper liegenden Sinnessysteme sagen ihnen, wie stark ihre Muskeln angespannt sind und wie die Arme zur Seite gestreckt werden. Der Tastsinn erfühlt, ob die Baumrinde glatt oder rau ist, der Bewegungssinn registriert, welche Stellen rutschig sind und wo die Füße festen Halt haben. Das Ohr registriert Geräusche in der Umgebung. Die Augen geben Hinweise, wenn der Baumstamm uneben ist, wie breit die Auflagefläche für die Füße ist, indem der Stamm schmaler wird und wann er zu Ende ist. Das Zusammenspiel der Sinne - der Augen, des Gehörs, des Tastsinnes, des Bewegungssinnes und des Gleichgewichtssinnes - ermöglicht es, dass die Kinder über den schmalen Baumstamm ebenso sicher wie über den Boden gehen, dass Unebenheiten überstiegen und Unsicherheiten ausgeglichen werden können. So wird das Balancieren erschwert, indem die Kinder rückwärts gehen - es entsteht die Lust, Dinge zu entdecken und verstehen zu wollen. Sie haben Freude am Experimentieren. Kooperation und Kommunikation mit anderen Kindern bekommt einen Sinn, da es gelingt, gemeinsam Erlebtes miteinander auszutauschen, um Ideen für neue Tätigkeiten zu schaffen. Den Kindern dabei zu helfen, ist die Aufgabe des Erzieherteams.
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