2021-03-04 06h27 News - Impfzentrum in Grimmen

Impfzentrum in Grimmen

Impfzentrum in Grimmen eröffnet

In Grimmen ist heute ein weiteres Impfzentrum des Landkreises Vorpommern-Rügen eröffnet worden. Im „Kultur- und Ausstellungszentrum der Kleintierzüchter“ werden ab sofort COVID-19-Impfstoffe verabreicht.

In den zurückliegenden Wochen sind in dem Flachbau zwei Impfstrecken errichtet worden. „Damit können wir jetzt in Grimmen täglich 200 Impfungen vornehmen, so der Leiter des Impfzentrums Vorpommern-Rügen, Heiko Gernetzki. Auch wenn erst eine Strecke in Nutzung sei, könne man bereits jetzt von einer sehr guten Auslastung sprechen, bilanziert der Mitarbeiter des Landratsamtes den ersten Tag. Über 70 sind in der ersten Welle geimpft worden. Ab kommender Woche könnten es deutlich mehr werden, dann beginnt auch die Impfung für die Priorisierungsgruppe 2. „Letztendlich hänge aber die gesamte Koordination und Arbeit vor Ort von den Impfstofflieferungen ab“, so Gernetzki. Unterstützung erhält der Landkreis von der Bundeswehr, dem THW und dem DRK. Aus Bartmannshagen kommen medizinische Personal und Impfarzt.

„Ohne die Bundeswehr würde das hier alles nicht laufen“, erklärt Heiko Gernetzki. „Sie sind die Helden der Pandemie.“ Im Landkreis Vorpommern-Rügen sind insgesamt 108 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Sie waren die ersten Helfer in den Testzentren, in Pflegeeinrichtungen, mit mobilen Teams unterwegs und jetzt packen sie in den Impfzentren mit an. Koordiniert wird die Amtshilfe der Bundeswehr durch Pierre Bornschein. Er ist der Leiter des Kreisverbindungskommandos und damit das Bindeglied zwischen Landkreis und Truppe. Wie er sagt, kommen die Helfer aus dem Jägerbataillon Torgelow und der Marinetechnikschule in Parow. 11 von ihnen arbeiten nun bis auf Abruf im Grimmener Impfzentrum.Dort werden aktuell die Impfstoffe von BioNTech Pfizer und AstraZeneca gespritzt.

Per Post werden Einladungen zum Impfen verschickt. Zuerst erhalten die Personen einen Brief, die älter als 80 Jahre sind. Wer die Einladung erhalten hat, vereinbart mit dem Callcenter (Tel. 0385 - 20271115) einen Termin im zuständigen Impfzentrum. In Abhängigkeit davon, wie viel Impfstoff zur Verfügung steht, werden sie dann Schritt für Schritt in alphabetischer Reihenfolge eingeladen.

Mit der Wahrnehmung der Impftermine ist der Leiter des Impfzentrums sehr zufrieden. „Etwa 95 – 98 Prozent der Eingeladenen kommen zum vereinbarten Termin“, so Heiko Gernetzki. „Und wenn es doch einmal Impfreste geben sollte, greift ein klar definiertes Szenario. Das besagt, dass eine speziell für den Standort erstellte Prioritätenliste, die durch den ärztlichen Leiter erstellt und täglich aktualisiert wird, zur Anwendung kommt. Für die Erarbeitung der Prioritätenliste werden zudem Hausärzte konsultiert.

Übrigens, Impfstoffe, medizinisches Gerät oder Patienteninformationen werden in den Impfzentren nicht gelagert. Das erfolgt in der Zentrale in Stralsund.