2021-11-16 09h00 News - Bürgermeister 100-Tage-Bilanz

Bürgermeister Marco Jahns

Grimmens Bürgermeister ist jetzt 100 Tage im Amt

Politik macht Spaß, Gestalten macht noch mehr Spaß.

So einfach, aber auch überzeugend klingt das Credo von Marco Jahns nach 100 Tagen auf dem Bürgermeisterstuhl der Stadt Grimmen.

Der neue Rathauschef schlägt jeden Tag um 06.30 Uhr im Büro auf. Jahns ist Frühaufsteher, sein Tag minutiös getaktet. Der Grimmener schmunzelt, „das ist so drin und mein Naturell. Ich komme aus der freien Wirtschaft, da geht man ganz gewissenhaft mit der Ressource Zeit um“, sagt Jahns und sichtet die Post.

Ab 08.00 Uhr ist der Bürgermeister unterwegs. Mal in der Verwaltung, mal zu einem Termin beim Landkreis oder zu einer Stippvisite in den Räumen des Seniorenbeirates. Knapp 250 Termine hat das Stadtoberhaupt seit seinem Amtsantritt absolviert. Nicht mitgerechnet die vielen kleinen Gespräche auf der Straße oder in den Vereinen und Einrichtungen, die mal ganz nebenbei anfallen. Nicht selten radelt er zu seinen Terminen mit dem Fahrrad. „So halte ich mich ein klein wenig fit und tue auch noch etwas Gutes für die Umwelt“.

Der 52jährige geht in seinem neuen Job auf. Nicht zuletzt weil er den Rückhalt der Bevölkerung spürt und ein gutes und hochmotiviertes Team hinter sich weiß.

Und wie fällt seine persönliche Bilanz nach 100 Tagen im Amt aus?

„All die Dinge, die ich im Wahlkampf versprochen habe, habe ich auch schon in Angriff genommen. Dazu zählen die bessere Anbindung im Nahverkehr, die Digitalisierung der Verwaltung und die aktive Einbindung unserer Senioren in das städtische Leben und die Kommunalpolitik, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ich habe mit der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen erste, vielversprechende Gespräche geführt, mit einem Verkehrsplanungsbüro Begehungen in der Stadt vorgenommen und ein Verkehrswegekonzept in Auftrag gegeben. Zudem haben wir eine Bestandsaufnahme gemacht, wie seniorengerecht unsere Straßen, Radwege und Gehwege sind“, erklärt Marco Jahns. Der Bürgermeister weiß, das nicht alle Probleme von heute auf morgen gelöst werden können. Gerade für Bauprojekte oder behördliche Maßnahmen, die nicht alleine im Ermessen der Stadt liegen, braucht es einen langen Atem.

Ganz schnell ging hingegen die Einbindung des Kinder- und Jugendparlamentes und des Seniorenbeirates in die Arbeit der städtischen Ausschüsse. Marco Jahns hatte dazu entsprechende Beschlussvorlagen eingebracht. Zukünftig können sie dort aktiv Mitarbeiten und haben auch Rederecht.

Auch bei der Digitalisierung der Verwaltung geht es jetzt Schritt für Schritt vorwärts. Marco Jahns hat in der Stadtvertretung eine Änderung der Geschäftsordnung angeregt. Die Sitzungen werden künftig digital – also papierlos – abgehalten. Tonaufzeichnungen dokumentieren zudem die Sitzungsinhalte. „Das spart Zeit und Geld“, argumentiert Jahns.

Als nächste Schritte in Richtung Digitalisierung soll eine „Grimmen App“ erstellt, die Website neu gestaltet und das digitale Rathaus mit einem umfangreichen Bürgerservice, der es ermöglicht u.a. Formulare, Bebauungspläne oder Anträge online anzufordern, in Angriff genommen werden. Erste Beratungen dazu hat der Bürgermeister bereits geführt, weitere folgen in den kommenden zwei Wochen.

Marco Jahns ist in seinen ersten 100 Tagen aber auch außerhalb der Stadt unterwegs gewesen. So gab es Gespräche über eine engere kommunale Zusammenarbeit mit dem Greifswalder Oberbürgermeister Fassbinder und Vorpommern-Rügens Landrat Kerth. Noch im Oktober trifft sich Marco Jahns mit den Stadtoberhäuptern von Stralsund und Demmin.

Und auch das stand auf der Agenda des Bürgermeisters:

Die Sanierung eines Bürgersteiges an der Trebel sowie der Ausbau der Radwege in und um Grimmen. Dazu hat Marco Jahns gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Loitz und Süderholz an einer Fahrraddemo teilgenommen. Er hat mit Unterstützung des Landessportbundes ein Bewegungsprojekt für Senioren auf den Weg gebracht und dem wilden Parken in der Grimmener Innenstadt durch ein härteres Durchgreifen den Kampf angesagt. Und nicht zuletzt hat der Bürgermeister mit dem Unternehmer Hendryk Kühl den Bau eines Parkplatzes und die Wiedereröffnung einer Gaststätte vereinbart.

Die größten Herausforderungen werden für Marco Jahns allerdings die laufenden bzw. geplanten Baumaßnahmen der Stadt. Das wären die Erweiterung der Kochschule, der Straßenbau in der Mohnikestraße, die geplante Umgestaltung des Tierparkes und die Teilsanierung des Naturbades. „Wenn es die Finanzen und Planungskapazitäten hergeben, möchte ich pro Jahr mindestens ein bis zwei Straßen sanieren oder ausbauen. Da haben wir einen riesigen Nachholbedarf. Einige sind 60 bis 70 Jahre alt und für das heutige Verkehrsaufkommen und die Belastungen völlig ungeeignet“, so Jahns.

Nach 100 Tagen im Amt hat sich der Bürgermeister auch schon auf zwei Lieblingsplätze festgelegt. Es sind der Marktplatz und das mittelalterliche Rathaus, das übrigens das einzig völlig unversehrte aus hanseatischer Zeit in Pommern ist. In diesen ehrwürdigen Räumen kann Politik und Gestalten einfach nur Spaß machen.