2011-04-05 12h32 Abschlussbericht über die Externe Evaluation

Bisherige Entwicklung unserer Schule | Inhaltliche und organisatorische Prinzipien | Leitbild | Qualitätsbereiche der Schule | Evaluation


Abschlussbericht über die Externe Evaluation | Bericht über die Schulleitung und Schulmanagement


Abschlussbericht über die Externe Evaluation

Regionale Schule Robert Koch, Grimmen Straße der Befreiung 73, 18507 Grimmen

Schulart: Regionale Schule

Schulamt: Staatliches Schulamt Greifswald

1. Vorbereitung der Evaluation
1.1 Vorstellungskonferenz:am 21.09.2009
1.2 Schulportfolio:geliefert am20.11.2009
1.3 Datenerhebungsbogen:geliefert am20.11.2009
1.4 Befragungsergebnisse:geliefert am09.11.2009
1.5 Organisationsgespräch:am30.11.2009
2. Durchführung der Evaluation

Schulbesuchstage vom : 07.12.2009 bis: 10.12.2009

2.1 Schulrundgang am 07.12.2009

2.2

Gespräche mitamvertreten durch
Schulleitung10.12.2009Frau Harder, Frau Peter
Lehrern 09.12.20097 Lehrkräften
Schülern 08.12.200912 Schülervertretern
Eltern 09.12.20096 Elternvertretern
Nichtpädagogischem Personal07.12.2009Hausmeister, 1 Reinigungskraft
Schulträger07.12.2009Herrn Niedermeyer

2.3. durchgeführte Unterrichtsbesuche

JahrgangsstufenFach
51x Deutsch, 1x Informatik, 1x Sport
61x Deutsch, 1x Englisch, 1x Mathematik, 1x Relegion
71x Deutsch, 1x Geografie, 1x Chemie
81x Mathematik, 1x Englisch, 1x Philosophie
91x Mathematik, 1x Biologie, 1x Sozialkunde
101x Physik, 1x Geschichte, 1x Kunst
-1x Produktives Lernen
-1x Schulstadtion
3. Erkenntnisse und Beobachtungen

3.1 Rahmenbedingungen

Befunde und BelegeEinfluss
3.1.1 Schulgebäude und Standort der SchuleDie Regionale Schule „Robert Koch“ ist eine von zwei weiterführenden Schulen in der Stadt Grimmen und im Rahmen der Zusammenlegung von mehreren Schulen entstanden. Das 1982 fertig gestellte dreistöckige Gebäude hat einen zentralen vorderen Eingang, drei Eingänge an der rückwärtigen Seite sowie drei Aufgänge. Es ist insgesamt in einem guten baulichen Zustand. Die Flure sind mit von den Schülern selbst angefertigten Kunstobjekten und Bildern sowie Pflanzen ausgestaltet. Unter anderem befinden sich dort auch Schließfächer, eine kleine Bildersammlung zum Talentefest 2008, eine Glasvitrine mit Pokalen, die von sportlichen Erfolgen zeugen sowie eine Sportinformationstafel zu aktuellen sportlichen Ereignissen und leichtathletischen Schulrekorden. Farblich ansprechend in Bilderrahmen gefasst, sind auf allen Fluren verteilt, die „Handabdrücke“ aller Kinder der Schule ausgehängt. In den Bereichen vor den Klassenzimmern können die Schüler ihre Jacken an Garderoben aufhängen. In einem Aufgang ist der Namensgeber der Schule in größerer Form künstlerisch dargestellt. Die eingezäunte Außenfläche teilt sich auf in zwei größere Bereiche, einen vor dem Haupteingang und einen auf der hinteren Hofseite der Schule. Beide bestehen zu großen Teilen aus Steinplatten und Rasenflächen sowie Bäumen und anderen Grünpflanzen. Auf der hinteren Schulhofseite befindet sich die Turnhalle, die den Schülern gute Möglichkeiten für den Sportunterricht bietet. Direkt daneben entsteht eine Mensa, die ca. 120 Personen zur Einnahme des Mittagessens Platz bietet, aber auch für andere Veranstaltungen genutzt werden soll. Hinter der neuen Mensa befinden sich ein kleiner Tartansportplatz mit Toren, eine Laufbahn und eine Weitsprunganlage (beide jeweils mit Tartanbahn), die jedoch für den Sportunterricht im Freien keine guten Bedingungen bieten. Ebenfalls im rückwärtigen Schulhofbereich dienen eine Reihe von Holzbänken den Schülern als Sitzgelegenheiten. Ein überdachter Fahrradstand direkt neben dem Schulgebäude sowie eine Reihe weiterer Abstellmöglichkeiten für Fahrräder komplettieren das Bild des Außenbereichs der Schule. Beleg: Dokumentenanalyse, Gespräche (E, SL, L, SSP)förderlich
3.1.2 LehrerkollegiumDas Lehrerkollegium besteht aus 35 Lehrkräften (28 weiblich, 7 männlich), von denen 27 teilzeitbeschäftigt sind. Die durchschnittliche Anzahl der „Lehrer-Ist-Stunden“ beträgt 23. Das Durchschnittsalter liegt bei 45 Jahren. Eine Schulsozialpädagogin, die seit einigen Jahren an der Schule tätig begleitet den schulischen Alltag des Kollegiums und der Schüler mit ihrer engagierten Arbeit. Eine erfahrene Sonderpädagogin ist seit mehreren Jahren, ein weiterer Sonderpädagoge seit kurzem an der Schule tätig. Beide tragen zur kontinuierlichen Förderung der Schüler bei. Außerdem unterstützen zwei MAE-Kräfte die Schule. Beleg: Datenanalyse, Befragung, Gespräche (SL, L, SSP, Sp)förderlich
3.1.3 SchülerschaftDerzeit werden 380 Schüler (197 männlich, 183 weiblich) an der Schule unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 5 gibt es vier, in der Jahrgangsstufe 6 fünf und in allen anderen Klassenstufen zwei Klassen. Die durchschnittliche Klassenstärke beträgt 19 Schüler (Minimum 16, Maximum 23). Das Einzugsgebiet der Schule umfasst die Stadt Grimmen, die Gemeinde Süderholz und die Ämter Franzburg/Richtenberg, Recknitz-Trebeltal und Sundhagen. Die Anzahl der Fahrschüler an der Gesamtschülerzahl beträgt 54%. Die Bushaltestelle befindet sich nicht in unmittelbarer Nähe der Schule. In den Klassenstufen 5-8 lernen 19 Schüler mit einer anerkannten Legasthenie. Beleg: Datenanalyse, Gespräch (SL, L)einschränkend
3.1.4 materielle und finanzielle RessourcenTräger der Schule ist die Stadt Grimmen, die auch für die Absicherung der materiellen Bedingungen verantwortlich ist. Die Klassenräume bieten in der Regel genug Platz für handlungsorientierten Unterricht. Aufgrund der Anzahl der Klassen und der bestehenden räumlichen Möglichkeiten kann das Klassenraumprinzip in keiner Jahrgangsstufe durchgängig realisiert werden. Sehr gute Arbeitsbedingungen bieten die Fachräume der naturwissenschaftlichen Fächer. Für die regelmäßigen Aktivitäten der Schüler der 5. und 6. Klassen im Rahmen der Freiarbeit gibt es einen eigens hierfür eingerichteten Klassenraum. Der Schulsozialpädagogin, den Sonderpädagogen und den Jahrgangsstufenteams stehen für ihre Arbeit angemessene Räumlichkeiten zur Verfügung. Im Lehrerzimmer befinden sich Informationstafeln mit Aushängen zu unterschiedlichen Themen (z.B. Arbeit in den Jahrgangsstufen 5/6, 7/8 und 9/10), ein Kopierer und ein Computer für die Lehrkräfte auf dem schulische Dokumente gespeichert sind. Einen Aufenthaltsraum mit Billardtisch, Tischfussball, Spieleschrank und zwei Computern nutzen die Schüler für Aktivitäten in der außerunterrichtlichen Zeit. Die Ausstattung der Schule mit Lehr- und Lernmitteln sowie audio-visuellen Geräten ist gut. Zwei Computerkabinette mit insgesamt 30 Rechnern bieten den Schülern gute Arbeitsbedingungen. In beiden Räumen befinden sich fest installierte Beamer, zusätzlich kann ein transportables Gerät genutzt werden. Das Mittagessen für Schüler und Lehrer bietet der „Internationale Bund e.V. Verbund Nord“ an. 27% der Schüler nutzen die Möglichkeit und wählen eins von drei angebotenen Essen für durchschnittlich 2,20 Euro aus. Die Sanitäranlagen befinden sich in einem angemessenen Zustand. Beleg: Datenanalyse, Gespräche (SL, L)förderlich
3.1.5 regionale/organisatorische BesonderheitenDie Regionale Schule „Robert Koch“ ist als offene Ganztagsschule organisiert und für Eltern und Schüler am Montag und Mittwoch in der Zeit von 7.30 Uhr – 16.00 Uhr, am Dienstag und Donnerstag von 7.30 Uhr – 16.30 Uhr und am Freitag von 7.30 Uhr – 14.00 Uhr geöffnet. Entsprechende Angebote sind sinnvoll in den schulischen Alltag integriert. Für die Kinder der 5./6. Klassen ist die Kursteilnahme verbindlich, um die Schüler an eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung heranzuführen. Der Schultag ist rhythmisiert. Unterrichtsstunden finden im 90-minütigen Block mit flexiblen Kurzpausen statt. Die großen Pausen werden von den Schülern zur Erholung (auch aktiv auf dem Schulhof bzw. in der Turnhalle beim Sport für Interessierte) oder zum Essen genutzt. Im Bereich des Produktiven Lernens, den es seit Beginn des Schuljahres 2008/09 und im Rahmen der Arbeit der Schulstation, die es seit 1998 gibt, lernen und arbeiten Schüler in einem Schulgebäude, dass sich etwa 10 Minuten entfernt vom eigentlichen Schulstandort befindet. Der Sportunterricht der Klassenstufen 7 – 10 findet in der Turnhalle des ca. 10 Minuten entfernt liegenden Gymnasiums statt. Der Schule stehen zwei Sekretärinnen mit jeweils einer halben Stelle zur Verfügung. Der engagiert arbeitende Hausmeister ist im Rahmen einer vollen Stelle ausschließlich für die Regionale Schule verantwortlich. Beleg: Datenanalyse, Beobachtung, Gespräche (SL, L, E, nP)einschränkend, förderlich
3.2Qualitätsbereiche
- Stärken/Schwächen(Befunde und Belege) Ausübungsgrad
Qualitätsbereich 1: Ereignisse der Schule--
Kompetenzen der Schüler Ein Ziel der Schule ist laut Schulprogramm neben der Wissensvermittlung die Werteorientierung der Schüler, wobei der Entwicklung der Sozialkompetenz ein besonderer Stellenwert zukommt. Das soziale Kompetenzen gefördert werden, wird durch die Befragungsergebnisse unterstützt und spiegelte sich im allgemeinen Verhalten der Schüler während des besuchten Unterrichts wider. Die Schüler werden zur gewaltfreien Lösung von Konflikten und zur Übernahme von Verantwortung ermutigt und zu rücksichtsvollem Verhalten angehalten. Einen erheblichen Beitrag in diesem Bereich leisten die Schulsozialpädagogin und die Vertrauenslehrerin. Letztere unterstützt z.B. dieArbeit der Streitschlichter an der Schule, während Projekte zur Gewaltprävention oder die Klassenbegleitung „soziales Lernen in Klassenstufe 5“ zu den Aufgaben der Sozialpädagogin gehören. Ein Ziel des Unterrichts ist es, dass die Schüler ihre methodischen Kompetenzen kontinuierlich erweitern. Die Lehrkräfte geben in der Befragung an, dass sie die Schüler systematisch in unterschiedliche Lernmethoden einführen und in ihrem Unterricht Lernsituationen schaffen, in denen die Schüler ihre Kompetenzen diesbezüglich sichern und erweitern können. In vielen Stunden konnte eine Förderung der Methodenkompetenz durch eine sichtbare Selbstständigkeit in Lern- und Arbeitsstrategien bei den Schülern beobachtet werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich diese, wie in einigen Stunden beobachtet, nicht nur auf die Zielstrebigkeit und Ausdauer der Schüler beim Erledigen einheitlicher Aufgaben beschränkt, sondern auch in einer Vielfalt eingesetzter Methoden widerspiegelt. Eine verstärkte Förderung der Selbstkompetenz erfolgt insbesondere im Rahmen der in den Jahrgangsstufen 5 – 8 durchgeführten Freiarbeit, in den unterschiedlichen Maßnahmen der Berufsorientierung sowie auch in den Aktivitäten mit den Partnerschulen in Schweden und Polen. Die zielgerichtete Umsetzung der Kompetenzentwicklung im Unterricht konnte in unterschiedlichem Maße beobachtet werden. Der Schwerpunkt lag in den gesehenen Unterrichtsstunden auf dem Erwerb der Sachkompetenz. Eine Förderung der Sozial- und Selbstkompetenz war dann festzustellen, wenn offene Unterrichtsformen, wechselnde Sozialformen oder selbstbestimmtes Lernen der Schüler im Mittelpunkt der schulischen Arbeit standen. Anstrengungs– und Lernbereitschaft sowie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit werden in angemessenem Maße gefördert und gefordert. Beleg: Dokumentenanalyse, Befragung, U.beobachtung, Gespräche (SL, L, S, E)Stärke
Abschlussprüfungen/Vergleichsarbeiten Die Ergebnisse der Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife im Jahr 2009 entsprachen in Mathematik und Deutsch in etwa dem Landesdurchschnitt, in Mathematik waren sie etwas schlechter, in Deutsch etwas besser. In den Fächern Englisch und Biologie waren die gezeigten Leistungen um 0,3 bzw. 0,4 Zehntel besser als der Landesdurchschnitt. Auffällig ist eine Leistungsverschlechterung im Vergleich von Vor- und Prüfungsnoten in einigen Fächern. Es erfolgt eine regelmäßige Auswertung der Prüfungsergebnisse mit der Ableitung von Konsequenzen für den Unterricht in den Fachkonferenzen. Eltern und Schüler sind laut Befragung der Ansicht, dass die Schüler gut auf die Abschlussprüfung vorbereitet werden. In Klassenstufe 6 fallen die Ergebnisse der landesweiten Lernstands- erhebungen je nach Fach unterschiedlich aus. Für die Fächer Mathematik und Deutsch liegen sie im Bereich des Landesdurchschnitts. Für das Fach Englisch sind sie schlechter. In Klassenstufe 8 sind die erzielten Resultate für die genannten Fächer fast ausnahmslos besser als der Landesdurchschnitt. Deutliche positive Abweichungen gibt es insbesondere in den Fächern Englisch und Deutsch. Für letztere lagen Ausführungen und Schlussfolgerungen zu den Ergebnissen der Abschlussprüfungen und der Vergleichsarbeiten des Schuljahres 2008/09 vor. Eine kontinuierliche schriftliche Fixierung von Schlussfolgerungen und konkret abrechenbaren Maßnahmen für den längerfristigen Prozess der Unterrichtsentwicklung und zur individuelleren Förderung der Schüler sollten angestrebt werden. Beleg: Dokumentenanalyse, Befragung, Gespräche (SL, L, E, S)-
Berufsorientierung Um die Berufsorientierung kümmert sich die Schule intensiv und die Vorbereitungen auf das Berufsleben ist eine ihrer wesentlichen Zielsetzungen.Die frühzeitige Heranführung der Schüler an die Berufswahl wird im Schulprogramm als zentral beschrieben. Für die einzelnen Jahrgangsstufen wurden Schwerpunkte festgelegt, z.B. Betriebsbesichtigungen in Klasse 5 und 6, Betriebserkundungen in Klasse 7, der Berufswahlpass in Klasse 8 und Betriebspraktika in Klasse 9 und 10. Eine gezielte Kooperation für den Prozess der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 gibt es mit der Kreishandwerkerschaft im Rahmen des Projektes „Programm zur Berufsfrühorientierung“. Um Berufsbilder in ihrem Wesen anschaulicher für die Schüler zu machen, wurde im November 2009 eine Berufsmesse in der schuleigenen Sporthalle durchgeführt, an der 20 Firmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen (z.B. der Deutsche Bauernverband, Zahnärzte- und Ärztekammer des Landes, Bundespolizei, ABC Bau Greifswald) teilgenommen haben. Im Rahmen der Arbeit in den Bereichen Schulstation und Produktives Lernen werden die Schüler ebenfalls zielgerichtet bei der Findung ihrer beruflichen Grundorientierung unterstützt.Stärke
Qualitätsbereich 2: Unterricht - -
Arbeit mit den Fachplänen und dem schulinternen Lehrplan Für jedes Fach gibt es einen Fachplan, den die Kollegen gemeinsam erarbeitet haben. Diese sind in ihrer grundlegenden Struktur ähnlich und konzentrieren sich fast ausschließlich auf die zu vermittelnden Sachkompetenzen, die im Unterricht umgesetzt werden. Einen allen Fächern übergeordneten schulinternen Lehrplan im eigentlichen Sinne, der die systematische Kompetenzentwicklung in den einzelnen Jahrgangsstufen und in allen Fächern beschreibt und dessen schwerpunktmäßige Ziele und Inhalte sich direkt und detailliert in den einzelnen Fachplänen widerspiegeln, gibt es nicht.Jahrgangs- und fächerübergreifende Abstimmungen wurden im Kollegium vorgenommen und werden z.B. bei Projekten und im Rahmen der Freiarbeit umgesetzt. Den Eltern wurden die Ziele und Inhalte der schulischen Pläne im Rahmen Elternversammlungen verdeutlicht. Sie fühlen sich angemessen über die Unterrichtsarbeit informiert. Beleg: Dokumentenanalyse, Befragung, U.beobachtung, Gespräche (SL, L, E)Schwäche
Klassenführung vielen gesehenen Stunden wurde der Unterricht so geführt, dass Verzögerungen, Ablenkungen und Leerlauf selten waren und ein in der Regel hoher Anteil an aktiver Lernzeit gewährleistet wurde. Die Lehrkräfte hatten meist den Überblick über Schüleraktivitäten und reagierten sehr oft schüler- und situationsgemäß flexibel.Stärke