Baby-Bedenkzeit Kl. 9,10

Babybedenkzeit

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Vom 20. bis 24.11.2009 fand hier an der Robert Koch die “Baby-Bedenkzeit” für die Klassenstufen 9 und 10 statt, welche durch das Deutsche Rote Kreuz ermöglicht wurde. Im Rahmen dieser Aktion wurde den 11 Schülern (wie auch mir) für 4 Tage und 3 Nächte je ein „Computerbaby“ anvertraut, welches rund um die Uhr versorgt werden musste. Zum Abschluss waren einige etwas traurig, so auch Chantal Fleige: „Ich möchte mein Baby am liebsten gar nicht wieder abgeben, ich vermisse es jetzt schon.“ Ein eigenes Baby zu haben, kann sich die Neuntklässlerin jedoch noch nicht vorstellen. Erstmals waren in dieser bereits vierten Runde der Baby-Bedenkzeit in Grimmen, welche von Schulsozialarbeiterin Maxi Kind initiiert wurde auch Papas in spe dabei. Barbara Guth von der Schwangerschaftsberatung in Sternberg brachte die Babys mit. Dann mussten die „Pflegekinder“ wieder abgegeben werden und die Elternzeit wurde ausgewertet. „Es war schön, aber anstrengender, als ich es mir vorgestellt hatte“, fasst Chantal Fleige zusammen. Gar nicht so schlimm fand es Anna Kunze aus der 10. Klasse, die nach der Schule Kinderkrankenschwester werden möchte. „Ich war sogar mit dem Baby in Polen, da haben alle sehr interessiert geschaut, ob ich wirklich schon ein Kind habe“, sagte sie. „Das ist wirklich eine gute Vorbereitung auf später“, ist Anna überzeugt. „Alle haben durchgehalten und sich wirklich sehr bemüht“, freute sich Barbara Guth. Und auch die Jungen waren gute Väter. „Mein Kind war cool“, sagte Paul Fiedler. Er hat es sogar zum Handball mitgenommen. Nur am Montag von 8 bis 12 Uhr weinte es immer wieder. Da habe er seine Mutti um Hilfe gebeten. Barbara Guth findet das gut. „So ist das eben in einer Familie, da muss man gemeinsam klarkommen.“ Und so hat die Betreuung wohl auch geklappt: 99 Prozent der notwendigen Pflege- und Betreuungsmaßnahmen hat Paul richtig und rechtzeitig erkannt und durchgeführt. Eric-Steffen Lange hat sein Baby erst zusammen mit seiner Freundin betreut. Auch er hat es gut gemacht, meint Barbara Guth. Nur müsste er etwas besser darauf achten, den Kopf zu stützen. Denn jedes Detail, wie und wann die Babys versorgt und betreut wurden, konnte die DRK-Mitarbeiterin ablesen und auch ausdrucken. Und so hatten es die elf Schüler zum Ende ihrer Baby-Bedenkzeit auch schwarz auf weiß, dass sie später einmal gut mit ihrem Nachwuchs umgehen können oder auch nicht.

Benjamin Rakow bild bbz grimmen2009 2 bild bbz grimmen2009 3 bild bbz grimmen2009 4