Besuch - KZ Sachsenhausen

Konzentrationslager Sachsenhausen

Am 23.03.2010 besuchten die Klassen 9a und 9b das Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg. Jeder Klasse wurde eine Führung zugeteilt. Wir wurden über das riesige Grundstück geführt. Dabei nannte man uns wichtige Fakten. Wir waren wissbegierig und hörten aufmerksam zu. Die Klassen stellten viele Fragen, wie z.B. :“Wann wurde das Konzentrationslager errichtet?” Die Frage darauf war schnell beantwortet. Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 von Häftlingen aus den Emslandlagern errichtet. Eine andere entscheidende Frage war auch: “Welche Leute wurden in Sachsenhausen festgehalten?”. Politische Gegner und hauptsächlich Juden wurden dort festgehalten. Für die Opfer, die dort gefangengehalten und getötet wurden, errichtete man eine Gedenkstätte . Uns wurde vor Augen geführt, wie schlimm es dort war.

Konzentrationslager Sachsenhausen …ist der Name eines 1936 im Oranienburger Ortsteil Sachsenhausen nördlich von Berlin eingerichteten nationalsozialistischen deutschen Konzentrationslagers. Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 von Häftlingen aus den Emslandlagern errichtet. Insgesamt wurden ca. 200.000 Häftlinge nach Sachsenhausen deportiert, nur etwa 140.000 davon wurden registriert und kamen aus ca. 40 Nationen. Es wurden dort Juden, Homosexuelle, Roma und Sinti sowie geistig Behinderte festgehalten. Im August 1941 wurde eine Massenerschießungsanlage errichtet, in der dann etwa 13.000 bis 18.000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet wurden. Insgesamt sollen mehrere zehntausend Häftlinge ermordet worden sein. Die Leute, die dort festgehalten wurden, wurden zur Arbeit gezwungen, z.B. in der Schneiderei, in Tischler-, Schlosser- und Elektrikerwerkstätten. Die Mordfabrik des KZ Sachsenhausens war das Klinkerwerk, ein Großziegelwerk mit eigenem Hafen. Von Juli bis September 1942 fielen hier fast alle damaligen Rosa-Winkel-Häftlinge einer gezielten Mordaktion der SS zum Opfer. Der Mordaktion von 1942 wurde mit einem temporären Denkmal aus 200 Gedenksteinen gedacht.

temporäres Denkmal: ein provisorisches Denkmal aus hellroten Ziegeln, auf den zu einem Dreieck zusammengelegten Steinen standen die Namen von 90 Opfern mit schwarzer Wachsmalkreide geschrieben. Rosa-farbene Nelken und Kränze wurden niedergelegt.