Theaterprojekt


Theaterprojekt "Schlaglichter"

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Was fühlen die Schüler von heute? Welche Gedanken beschäftigen sie? Mit welchen Problemen und Sorgen sind sie tagtäglich belastet?

Diesen Fragen wurde in „Schlaglichter“ nachgegangen. 14 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 17 Jahren entwickelten mit Unterstützung der Theaterpädagogin des Theater Vorpommerns, Frau Barbara Schmidt, und der Schulsozialpädagogin ihrer Schule, Frau Maxi Kind, eine Collage, die all diese verschiedenen Seiten des Schülerdaseins beleuchtete.

Es entstand eine Installation aus 7 Szenen, die mittels unterschiedlichster Methoden Auskunft darüber gab, wie Kinder und Jugendliche ihre Schule erleben, was neben einer Deutschstunde noch im Kopf eines 14-Jährigen umherschwirrt, wie Drogen, Sexualdelikte, Diebstähle und psychische Gewalt die Heranwachsenden belasten können. Gezeigt wurde das Ganze in einem kompletten Aufgang des Schulgebäudes, durch dessen Räume, Flure und sogar Toiletten das Publikum von Schülern geführt wurde.


Schlaglichter bei der Arbeit

Darsteller: Ida Latendorf, Mandy Klein, Anne Sauer, Stefanie Foerster, Christoph Pinske, Robert Bormann, Lars Labuzinski, Sven Müller, Norman Brandenburg, Philipp Heinze, Matti Pervölz, Clemens Becker, Kevin Konrad, Johann Schulz

Musik: Christoph Gottwald

Vorgeschichte:

Nach einer Zeit des gegenseitigen Kennenlernens, sich Ausprobierens und Experimentierens, welche im September 2007 begann, konnten am 19.06.08 die Ergebnisse der Arbeit von Frau Schmidt mit der Theatertruppe der Regionalen Schule „Robert-Koch“, die „Schlaglichter“ bestaunt werden.

Von der Premiere angefangen über die folgenden 6 Aufführungen hinaus, durften die Zuschauer – Eltern, Lehrer und die Mitschüler der Klassenstufen 9 und 10 - eine Theaterinstallation erleben, welche in überaus authentischer Art und Weise den Alltag der Schülerinnen und Schüler widerspiegelte. Die Darstellung der Gedanken, Gefühle und Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen geschah in einer Form, die das Publikum tief berührte und die Augen vor nichts verschloss. Die Realität so auf den Punkt gebracht, war für nicht wenige Zuschauer eine Herausforderung. Sogar Tränen sind geflossen.

Die Freude über den Erfolg und die unerwartete Resonanz sollen jedoch nicht vergessen lassen, mit welchen Hürden besonders Frau Schmidt sich konfrontiert sah. Wie die Betreuer aus einschlägiger Literatur zum Theaterspiel erfahren haben, sind die Motivationsprobleme und Hemmschwellen der Altersgruppe 13-16 Jahre völlig normal, trotzdem gerieten Frau Schmidt als Leiterin Theater sowie die Schulsozialpädagogin Frau Kind als Organisatorin des Gesamtprojektes zeitweilig an den Rande der Verzweiflung und an ihre persönlichen Grenzen. =) Auch die Einbettung eines so umfangreichen Projektes in das Schulhaus und den normalen schulischen Alltag war eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.

Dass letztlich alles so eine super Umsetzung fand, führen wir auf eine gelungene Zusammenarbeit aller Beteiligten zurück , welche bei nächster Gelegenheit für ein weiteres Projekt von den Akteuren gern wiederbelebt werden wird. Finanziell ermöglicht wurde das Projekt durch Fördergelder des Bundesprogramms „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“. Es war Teil des Lokalen Aktionsplanes Nordvorpommern.