Gudrun Rech fasziniert Jung und Alt gleichermaßen
Wenn es um die Geschichte ihres Heimatortes geht, kann Gudrun Rech keiner etwas vormachen. Ob es die Herleitung alter Straßennamen, die Hexenverbrennung oder die Geschichte der Backsteingotik sind, die Stadtführerin kennt sich aus.
Im Juni 2001 hat sie das erste Mal, mit einer dicken Mappe unter dem Arm, Besucher durch Grimmen geführt. Tausenden Gästen hat sie inzwischen die Historie und Besonderheiten der Trebelstadt näher gebracht. Mal als Blumenfrau, Nachtwächterin, Hexe oder als klassische Stadtführerin im dezenten Hosenanzug.
Stadtführungen sind nie gleich
Die thematischen Rundgänge durch Grimmen, z.B. zur Walpurgisnacht oder an Halloween bereiten ihr besonders viel Freude. Trotz der vielen Termine mit Reisegruppen, Schulklassen, Vereinen, Betrieben, Hochzeitsgesellschaften oder Privatpersonen ist Gudrun Rech ihr Lampenfieber nie losgeworden. Das legt sich erst nach den ersten 10 bis 15 Minuten. „Für mich ein Zeichen, dass ich diese Aufgabe sehr ernst nehme und den Leuten auch möglichst alle Details zur Stadtgeschichte erzählen möchte“, so die Grimmenerin. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Führungen in der Regel 1 bis 1,5 Stunden dauern.
Neben den klassischen Rundgängen durch ihre Heimatstadt bietet Gudrun Rech auch Multimediavorträge zur Geschichte Grimmens an. Damit ist sie regelmäßig in Schulklassen und Vereinen zu Gast.
Bürgermeister bedankt sich für ehrenamtliches Engagement
Für Bürgermeister Marco Jahns sind die Stadtführungen identitätsstiftend. „Besonders für unsere jungen Menschen ist es wichtig, Heimatgeschichte nicht nur zu verstehen, sondern sie zu erleben. Und das ermöglichen die Rundgänge mit Frau Rech“, so Jahns. Außerdem dürfe man den Werbeeffekt nicht vergessen. Immer öfter würden sich jetzt Ostseetouristen
auf die Wege der Backsteingotik begeben. Grimmen ist ein Teil davon.
Interessant sind auch die Herleitungen einiger Straßennamen. So haben beispielsweise die „Kleine Leichnamstraße“, „Hafenstraße“, Badstüberstraße oder der „Rosengang“,
nichts mit Blumen oder der Schifffahrt zu tun.
Vielleicht sind Sie ja bei einer der nächsten Führungen dabei, dann erfahren Sie mehr dazu!
Thorsten Erdmann
Pressesprecher
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